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Die Stadt Neckargemünd weihte mit Vertretern des AZV Heidelberg, der Firmen und Behörden das neue Pumpwerk (rechts im Hintergrund) ein.
Seit einigen Wochen fließt das Abwasser nach Heidelberg Mit Einweihung des neuen Pumpwerkes ist das Entwässerungskonzept mit Kosten von 5,7 Mio. € umgesetzt
Neckargemünd-Mückenloch. (nah) Für Mückenloch war die Einweihung des neuen Abwasser-Pumpwerkes ein wichtiger Tag. Dies betonte Ortsvorsteher Rüdiger Freund in seiner Rede. Umso mehr da in naturnaher Umgebung ein besonderer Anspruch an die Pflege der Natur bestehe. Die Abwasserbeseitigung sei eine Pflichtaufgabe, die dem Bürger nur schwer zu vermitteln sei, sagte Bürgermeister Horst Althoff insbesondere dann, wenn Millionenbeträge im Untergrund verschwänden. Gemeinde- und Ortschaftsräte, Vertreter des Abwasserzweckverbandes Heidelberg und der Stadt sowie Vertreter von Behörden und Firmen waren zusammen gekommen, um den Abschluss einer sich über Jahre erstreckenden Maßnahme zu feiern. Die Gesamtinvestitionskosten des Abwasserzweckverbandes (AZV) Heidelberg und der Stadt Neckargemünd im Rahmen des neuen Entwässerungskonzeptes belaufen sich auf 5,7 Mio. €. Es war durch die Überalterung der beiden Kläranlagen in Dilsberg-Rainbach und Mückenloch erforderlich geworden. Beide Anlagen erfüllten die wasserrechtlichen Vorschriften nicht mehr und ihre Reinigungsleistung war mangelhaft. Aus diesem Grund hatte die Stadt beschlossen, die Entwässerungssituation in Dilsberg und Mückenloch neu zu ordnen und begann mit ersten Maßnahmen im Jahr 2001. Die Stilllegung der Kläranlage Mückenloch stellte einen der letzten Schritte in der Umsetzung des neuen Konzepts dar. Seit einigen Wochen wird das Abwasser aus Mückenloch und Neckarhäuserhof der Kläranlage des AZV zugeführt, wie das Abwasser aus Dilsberg und Rainbach seit der Inbetriebnahme der Hauptpumpstation Rainbach vor zwei Jahren. Während die Stadt als Bauherr den Umbau des Regenüberlaufbeckens RÜB M-II Mückenloch mit Nachrüstung der elektrotechnischen Steuerung sowie den Neubau der Zulaufbauwerke und Kanäle bewerkstelligte, übernahm Heidelberg den Neubau des Abwasser-Pumpwerks einschließlich des Drosselbauwerks auf dem ehemaligen Kläranlagengelände. Die Gesamtbaukosten für das RÜB Mückenloch lagen bei 435 000 €, wovon die Stadt 313 000 € zu tragen hatte. Das RÜB ist 13,95 m mal 4 m groß und hat ein Fassungsvermögen von 120 cbm. Parallel zum Umbau wurde die Gießbachdole, die unter dem ehemaligen Kläranlagengelände hindurchführte von der Stadt mit Investitionskosten von ca. 160 000 € im Rahmen des Kanalunterhalts saniert. Als letzter Schritt steht der Umbau des RÜBs in der Talstraße Mückenloch durch die Stadt Neckargemünd für 340 000 € an. Bürgermeister Althoff dankte insbesondere dem Planer, dem Büro Willaredt, den Firmenvertretern, Ernst Stephan vom Wasserrechtsamt des Rhein-Neckar-Kreises für die rechtliche Begleitung, der Bezuschussung von 1,1 Mio. € durch das Regierungspräsidium Karlsruhe sowie Stadtbaumeister Henning Saalbach und Tiefbauamtsleiter Uwe Seiz, die über vier Jahre einen engen Kontakt mit dem AZV Heidelberg pflegten. Auch von Seiten der Stadt Heidelberg, von Ulrich Zwissler, dem Leiter des Tiefbauamtes und von Jürgen Weber, dem technischen Leiter des AZV wurde die gute Zusammenarbeit betont. Uwe Ludwig hatte das Projekt, das eine Baustelle gewesen sei wie man sie sich als Auftraggeber nur wünschen könne, für das Stadtbauamt vor Ort betreut. Wenn es Probleme gab, konnten sie jedenfalls problemlos gelöst werden und dafür spricht auch, dass man mit den Kosten sechs Prozent unter der Kalkulation blieb.
Anna Haasemann-Dunka, Foto: Haasemann-Dunka
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