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Ein Gottesdienst der berührte und ankam - Gelebte Ökumene auf der Neckarfähre -
Es war schon ein besonderes Ambiente das sich den Gläubigen der beiden Ortsteile von Neckarhausen und Neckarhäuserhof, sowie einigen Mückenlocher und Dilsberger Gottesdienstbesuchern bot, als die Fähre zu einem Ort der Einkehr und Besinnung umfunktioniert wurde. Grund für diesen wohl einmaligen ökumenischen Gottesdienst war der 75. Geburtstag der Fähre selbst. Für die beiden Geistlichen Pfarrerin Dr. Monika Zeilfelder – Löffler und den katholischen Diakon Wilhelm Pöndel aus Salzstetten, war dieser außergewöhnliche Ort der Begegnung wohl auch eine besondere Sache, zumal bei diesem Gottesdienst auch drei Kinder aus dem Neckarhäuserhof auf der Fähre getauft wurden. Nach dem die Fährglocke mit aller Macht das Geschehen einläutete und die Musikkapelle „Kleiner Odenwald“ aus Allemühl mit dem Choral „Fantasia“ den Gottesdienst feierlich eröffnete, gab zunächst der 1. Vorsitzende der Fährfreunde Rüdiger Freund, einen geschichtlichen Rückblick. Diese, für beide Ortsteile so wichtige Einrichtung hat in ihrer 75jährigen Dienstzeit ungezählte Menschen und Gerätschaften von einem Ufer zum anderen übergesetzt und so auch die Gemeinschaft und den Zusammenhalt gefördert. Der aus Salzstetten angereiste katholische Diakon Wilhelm Pöndel, stellte sich zunächst den Gottesdienstbesuchern vor und ließ wissen, dass einer der Täuflinge mit ihm verwandt sei. In seiner beeindruckenden Predigt vermittelte der Diakon den Sinn des Wassers, von dem unser aller Leben abhängt und somit Symbol der Taufe ist. Die Taufe sei wie eine zweite Geburt, bei welcher die Menschen einer Gemeinschaft zugeordnet und dort eingebunden werden. Im Zusammenhang mit der Fähre sprach Diakon Pöndel auch vom Fährschein des Lebens, der uns Menschen bei der Taufe ausgestellt wird. Auch die wohltuenden Worte über gelebte Ökumene kamen bei den Gottesdienstbesuchern gut an und vermittelten ein großes Maß an Gemeinsamkeit. Wenn es auch nicht das Wasser des Jordans, sondern reines Neckarwasser war, das Fährmann Achim Landwehr dem belebten Fluss entnahm und von Diakon Pöndel geweiht wurde, die drei Täuflinge, die ganz nahe am Fluss als so genannte „Neckarsume“ aufwachsen werden, nahmen den Akt der Aufnahme in die Gemeinschaft gelassen hin. Recht hübsch wirkten die drei Täuflinge Janik Sigmund, Jan Wissweser und Ben Anhofer, in ihrer einheitlichen Fährmannstracht und boten den vielen Gottesdienstbesuchern ein wohl einmaliges Bild. Als Fazit dieser morgendlichen Veranstaltung am Neckar, darf die Zusammenkunft vieler Menschen bewertet werden, denen die beiden Geistlichen das Gefühl der Gemeinsamkeit und menschlichen Wärme vermitteln konnten.
Robert Brenner
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