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Am Neckar war es am Sonntag sehr „lebendig“
Neuer Brunnen beim Fährhaus Neckarhäuserhof eingeweiht
Tausende sind am vergangenen Sonntag dem Aufruf gefolgt, das Auto stehen zu lassen und mit dem Drahtesel dem lebendigen Treiben am Neckar beizuwohnen. Bei strahlendem Sonnenschein drängten sich auf dem Neckarhäuserhof Fahrrad an Fahrrad um beim dritten Fährfest mit dabei sein zu können. Höhepunkt in diesem idyllischen Naherholungsfleckchen war die Einweihung eines neuen Sandsteinbrunnens, der vom Verein „Freundeskreis Fähre Neckarhausen / Neckarhäuserhof“, geschaffen wurde. Dieser Verein, der im Jahre 2004 gegründet wurde und heute bereits aus 315 Mitgliedern besteht, hat sich auf die Fahne geschrieben, für den Erhalt dieser, für die Bürger beider Stadtteile sehr wichtigen Einrichtung, zu kämpfen. Träger dieser Fähre sind zum Einen die Stadt Neckargemünd und der hessische Landkreis Bergstraße. Da es, wie bei vielen anderen Dingen auch bei dieser Einrichtung um das liebe Geld geht und schon des Öfteren der Fortbestand der Fähre in Frage gestellt war, haben sich Bürger von Neckarhausen und Neckarhäuserhof entschlossen, sich für ihre Fähre einzusetzen und etwas zu tun. In der relativ kurzen Zeit seines Bestehens konnte der Verein recht vielfältig und positiv auf sich aufmerksam machen. Bei der letzten Fähre - Hauptuntersuchung, die alle fünf Jahre fällig ist, haben täglich zwei Vereinsmitglieder vier Wochen lang jeden Tag bei den umfangreichen Instandsetzungsarbeiten auf der Werft kostenlos mitgearbeitet um die Kosten in Grenzen zu halten. Ein weitere große Bereicherung in der Anlage um das Fährhaus, wurde durch einen neuen Sandsteinbrunnen geschaffen, welcher am Sonntag durch die beiden Bürgermeister Horst Althoff Neckargemünd und Eberhard Petri Neckarsteinach, eingeweiht wurde. Der von dem Vereinsmitglied Hagen Grübner kostenlos geschaffene Brunnen hat die Form eines Schiffrumpf und wird durch die ehemalige Wasserversorgung von Neckarhäuserhof mit Frischwasser gespeist. Ganze vier Tonnen wog der aus Roggenau stammende Findling vor seiner Bearbeitung, dem Hagen Grübner in ca. 40 Feierabendstunden, rund 2,3 Tonnen seines Gewichts mit Hammer und Meisel abgearbeitet und zu diesem schönen Schmuckstück geformt hat. Die Zusage von Bürgermeister Althoff, dass er sich auch künftig dafür einsetzen wolle, dass die Fähre auch weiterhin den Baden – Württembergischen und Hessischen Stadtteil miteinander verbindet, wurde sowohl bei den Bürgern als auch bei den Gästen sicher gerne gehört. Bürgermeister Petri war es vorbehalten, den Brunnen mit Leben zu füllen, sprich den Wasserlauf freizugeben.
Das dritte Fährfest auf dem Neckarhäuserhof, welches von den Vereinsmitgliedern hervorragend gestaltet und organisiert war, freut sich immer größerer Beliebtheit und konnte somit in diesem Jahr einen würdigen Beitrag zum Aktionstag „lebendiger Neckar“, leisten.
Robert Brenner
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